Die Länder in Drachenelfen und ihr Werdegang

Der aufkeimende Konflikt um Nangog, erzählt in 'Die Drachenelfen', 'Die Windgängerin', 'Die gefesselte Göttin', 'Die letzten Eiskrieger' und 'Himmel in Flammen'
Landoran
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Re: Die Länder in Drachenelfen und ihr Werdegang

Beitrag von Landoran » Mi 27. Nov 2013, 01:08

Ein Thema, dass mich auch interessiert, ich bin mal die Glossare aller Bücher durchgegangen (und man sind das schon viele). Dabei müsste ich immer wieder Thesen ändern, also nicht wundern, wenn es irgendwie kompliziert erscheint.

Ich hoffe wir liegen mit Drus als Drusna falsch, ich meine von Fangorn aus erstmal alles andere zu erobern und dann erst die Nachbarländer … ich weiß nicht. Zudem fehlt der in "Elfenritter. Das Fjordland" erwähnte "Bleierner See". Zudem soll es, laut Elfenlicht (S. 308) schwer zugänglich sein. Aber um meine Theorie zu zerstören steht im dritten (und auch schon im zweiten :| ) Drachenelfenband: „Drus, auch Drusna“
Mir liegt Fangorn/Valesia eh zu weit nördlich, es müsste mitteleuropäisches Wetter dort herrschen, aber für mich kommt es eher immer wie südeuropäisches/nah östliches Klima vor. Die Namen der Ritter, die von dort stammen, lassen eigentlich auf "Frankreich" schließen, aber bei stöbern entdeckt man dann so nebenbei:
Seyper (Speyer) - Handelsstadt im Osten von Fargon (Deutschland ?), berühmt für seine Tempeltürme und dafür, dass Henri Épicier Heinrich Kramer - „französischter“ Name (Épicier = Krämer) hier den Heidenhammer (Hexenhammer) verfasste.
- Elfenritter. Die Albenmark
Hier hat sich Herr Hennen echt keine großen mühen gemacht die Geschichte der Tjuredkirche von der römisch-katholische zu trennen. Zumal irgendwie muss noch die Provinz "Geuzenland" untergebracht werden, das laut Fjordland nördlich von Fargon
Es passt jedoch, dass Drusna nordöstlich von Fargon gelegen ist (s. Ulmenburg Elfenkönigin S. 903).
Agnos ist ja auch ein Nachbarland Fargorns (Elfenkönigin S. 900). Die beiden Länder (oder zummindestens Agnos) liegen wiederum „weit südlich des Fjordlands“.
Also da bin ich echt ratlos, sollte der Krieg zwischen Devanthar und Alben nicht auch die Geographie der Menschenwelt/Daias ändern (Angebot an Hennen ;) ) weiß ich auch nicht weiter …


Iskendria an der Küste Ischkuza anzusiedeln macht Sinn. Die Namensänderung würde passen und die Entfernung zum späteren Tjuredbereich würde passen, weil es ja erst spät erobert wird. Habe aber eben mal etwas in den Glossaren gestöbert, hier heißt es:
Aegilische Inseln - berüchtigtes Piraten versteckt. Eine Region mit weit über hundert Inseln, nördlich von Iskendria gelegen. Einst ein mächtiges Seekönigreich.
- Elfenritter. Die Albenmark
Das würde eher auf Nari schließen lassen.

Zapote wird hingegen in "Nuramon" vorkommen, nur da wohl eher als "Aztepe" oder "Majatepe"
Wo hast du das denn her ? Ich hab zugegebener Maßen erst die ersten 150 Seiten gelesen, aber hier heißt das Land „Arlamyr“. Zudem passt es so gar nicht zueinander.
Er sah seine Vater an, der wie kaum ein anderer das Bild der Normigra unter den Albenkindern verkörperte. Landoran strahlte Kälte und Macht aus, und es war schwer seinem Blick standzuhalten.

Tina
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Re: Die Länder in Drachenelfen und ihr Werdegang

Beitrag von Tina » Mi 27. Nov 2013, 17:50

Allerdings scheint es so, als würde Iskendria in Aram liegen.

Denn die verbannte Valynwyn die den Albenstern zur Bibliothek in Iskendria bewacht findet einen Stein auf der Aarons Ansprache (die er nach der Schlacht gegen Luwien und nach dem Kampf mit Bessos verfasst) gemeißelt ist. Solche Stelen will er in jeder großen Stadt des Königreiches aufstellen lassen. Drachenelfen III Seite282

Also müsste Iskendria in Aram liegen.


Es mag auch noch mal Aufschluss geben, was der Diener Volodis, Ihtaca sagt, als er bei den Zapot weilt. (Über die halb gebackenen)

Drachenelfen III Seite209
Drusna und Valesia hellhäutig
Aram und Luwien dunkelhäutig
Isulaner und Zapote schwarz
Ischkuza (war ein total misslungener versuch) was immer das heißen mag.
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Re: Die Länder in Drachenelfen und ihr Werdegang

Beitrag von nachtatem » Sa 30. Nov 2013, 12:38

Ohne die eine geografische Reise zu machen,
in meiner Phantasie stell ich mir Drus,oder Drusna Richtung Russland vor,satte Wälder,strenge Winter,vielleicht sehr weitläufig von Deutschland bis Ecke Finnland...die Ischuzka noch weiter östlich die Mongloen vielleicht als Reitervolk....
Aram vielleicht die Arabischen Länder?oder eine Andeutung von Ägypten?Zapote?Wo wird viel mit Voodoo zauber gearbeitet? eigentlich weit verbreitet?Schlangen werden in Australien angebetet....in dem BUch kommt einem das so vor als wenn alles nebeneinander liegt....

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Re: Die Länder in Drachenelfen und ihr Werdegang

Beitrag von Sempai02 » Sa 30. Nov 2013, 12:52

nachtatem hat geschrieben:Ohne die eine geografische Reise zu machen,
in meiner Phantasie stell ich mir Drus,oder Drusna Richtung Russland vor,satte Wälder,strenge Winter,vielleicht sehr weitläufig von Deutschland bis Ecke Finnland...die Ischuzka noch weiter östlich die Mongloen vielleicht als Reitervolk....
Aram vielleicht die Arabischen Länder?oder eine Andeutung von Ägypten?Zapote?Wo wird viel mit Voodoo zauber gearbeitet? eigentlich weit verbreitet?Schlangen werden in Australien angebetet....in dem BUch kommt einem das so vor als wenn alles nebeneinander liegt....
Nach Wikipedia waren die Ischkuza nördlich des Zagrosgebirges anzusiedeln, sie werden daher mit den Skythen gleichgesetzt. Die, auch mal meine, Vermutung mit den Mongolen ist daher nicht passend. Es ist sowieso erstaunlich, wie tief auch Bernhard recherchiert, siehe auch Luwien oder Aram. Aram hingegen bezieht sich auf mesopotamische Völker, wobei eine Ausbreitung bis nach "Ägypten" möglich ist. Zapote hingegen ist wohl klar mesoamerikanisch. Vodoo stammt aus späterer Zeit und hängt mit Afrikanern in Amerika zusammen. Über genau Gebietsgrößen findet man ja leider nichts und zumindest beim Ebook gibt es im dritten Band nur eine kleine Karte über Nangong rund um den Weltenmund.
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Re: Die Länder in Drachenelfen und ihr Werdegang

Beitrag von Vanidar » Mo 9. Dez 2013, 08:29

zu den Ischkuza habe ich einen interssanten Artikel gefunden..

"Die Bedeutung des merkwürdigen Ethnonyms „Die Aschkenasim” oder „die Aschkenasen” kennen viele. Eigentlich ist dieser Terminus seit über 2700 Jahren aus der altsemitisch-assyrischen Sprache als Aschkusa oder Ischkusa bekannt und bedeutet „Skythe”......Die neuen babylonischen Herrscher erlaubten ihnen allerdings nicht die Rückkehr in die Heimat, darum gründeten sie in der Verbannung zusammen mit den Skythen aus den heute russischen und ukrainischen Steppen das Königreich Aschkenas"

http://www.ail.lu/altschueler.pdf

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Re: Die Länder in Drachenelfen und ihr Werdegang

Beitrag von Mithras » Di 10. Dez 2013, 11:31

Vanidar hat geschrieben:zu den Ischkuza habe ich einen interssanten Artikel gefunden..

"Die Bedeutung des merkwürdigen Ethnonyms „Die Aschkenasim” oder „die Aschkenasen” kennen viele. Eigentlich ist dieser Terminus seit über 2700 Jahren aus der altsemitisch-assyrischen Sprache als Aschkusa oder Ischkusa bekannt und bedeutet „Skythe”......Die neuen babylonischen Herrscher erlaubten ihnen allerdings nicht die Rückkehr in die Heimat, darum gründeten sie in der Verbannung zusammen mit den Skythen aus den heute russischen und ukrainischen Steppen das Königreich Aschkenas"

http://www.ail.lu/altschueler.pdf
Bei Altschüler wäre ich tendenziell etwas vorsichtig. Sein erklärtes Ziel ist es, die Europäer davon zu überzeugen, dass der Einfluss des Judentums auf die westliche Kultur viel weiter reicht als uns bewusst ist, um Antisemitismus entgegenzuwirken. Prinzipiell ein ehrenwertes Ziel, allerdings begeht Altschüler in diesem Artikel den Fehler, Dinge als gesichert darzustellen, die in der Wissenschaftswelt noch umstritten sind, weil stichhaltige Quellen aus dieser Zeit - und vor allem aus der Schwarzmeerregion - Mangelware sind. Der Begriff Iškuza verweist zweifellos auf die Skythen; der Bezug zu den Aschkenasim gilt hingegen zwar als wahrscheinlich, aber nicht als gesichert.

Mit der Zuordnung Arams habe ich ehrlich gesagt ein paar Probleme. Der Name verweist zunächst einmal ganz klar nach Vorderasien und bezeichnet eine Region, die heute im Wesentlichen in Syrien und dem Irak liegt. Das Aramäische ist eine semitische Sprache und mit dem Hebräischen und dem Arabischen verwandt. Aramäische Königreiche gelangten in der Antike immer wieder zu großer regionaler Bedeutung, weshalb sich das Aramäische zu einer dominierenden Verkehrssprache der Region entwickelte und regional sogar das Hebräische als Sprache des Judentums verdrängte. Vermutlich war es auch Jesu Muttersprache. Auch Namen wie Aaron sollen offenbar auf die Levante verweisen.
Andere Namen, etwa Um el-Amand, klingen für mich ganz klar arabisch, während Urat wohl auf das Königreich Urartu in Ostanatolien und im Kaukasus verweisen soll, dessen Name wohl mit dem des Berges Ararat verwandt ist, der sich im Zentrum des Reiches befindet. Interessanterweise ist Urartu offenbar aus einer Konföderation von Stämmen hervorgegangen, die ein Gebiet namens Nairi besiedelten, das wiederum dem armenischen Kulturkreis nahestand. Auf einen Bezug zu Armenien verweist wiederum der Name Ashot.
Übrigens lautete der Name eines Königs von Nairi Aramu der Uratäer, und das Wappen Arams, die geflügelte Sonne, ist ein häufiges Motiv im alten Orient, das sich überall von Ägypten über Aram bis nach Mesopotamien und Anatolien findet - die Lokalisation Arams zwischen Armenien, Ostanatolien, Israel und Arabien ist daher sicher nicht allzu weit hergeholt.

Dazu passt auch, dass Aram der direkte Nachbar Luwiens ist. Die Luwier waren ein anatolisches Volk, das im Süden der heutigen Türkei beheimatet war und verwandt mit den Hethitern ist. Hennens Luwier sollen die Rolle der Hethiter komplett übernehmen, wofür z. B. die Tatsache spricht, dass bei ihm die Luwier die Eisenverhüttung "erfunden" haben - in der realen Welt waren es die Hethiter. Auch viele Namen - etwa Muwatta (oder Šuppiluliuma, wie er laut Hennen ursprünglich heißen sollte), stammen aus dem Hethitischen. Die luwische Hafenstadt Ugara basiert auf dem Stadtstaat Ugarit im heutigen Syrien, der zwar nicht direkt zum Hethiterreich gehörte, aber von diesem abhängig war. In der Folge der Seevölkerinvasion am Ende der Bronzezeit wurde Ugarit dem Erdboden gleichgemacht - ich tippe darauf, dass Ugara ein ähnliches schicksal blühen wird.
Interessant ist auch, dass es in Hennens Welt später eine Stadt namen Vilussa geben wird. Ich habe mich bei diesem Namen immer an Wilusa erinnert gefühlt, einen hethitischen Vasallenstaat, der wohl als Vorbild für Troia diente. Die Lage Vilussas in Hennens Welt wird allerdings nirgends genau erwähnt, wenn ich mich recht entsinne.

Doch zurück zu Aram. Da gibt es nämlich einen Namen, der mich irritiert: Akšu. Der könnte nämlich auf das Aksumitische Reich verweisen, das sich in der Spätantike über weite Teile Eritreas und Äthiopiens erstreckte, vermutlich aber auf viel ältere Wurzeln zurückgeht. Der äthiopischen Überlieferung zufolge wurde Äthiopien von Menelik gegründet, dem Sohn Salomons und der Königin von Saba, die möglicherweise von dort stammte - ein weiterer Bezug zu biblischen Überlieferungen, wie sie für Aram ja fast üblich sind. Aber Äthiopien liegt geographisch nun einmal viel weiter von den übrigen Regionen entfernt, auf die Aram zurückgehen könnte...

Bei Garagum ist die Zuordnung eindeutig: Er verweist auf die Wüste Karakum in Turkmenistan, Usbekistan und anderen Teilen Zentralasiens, die zu dieser Zeit iranisch dominiert waren. Darauf verweisen auch Namen wie Bamiyan (ein Ortsname im heutigen Afghanistan) oder Gatha, was im Altpersischen so viel wie "Gesang" bedeutet. Die Religion der Bewohner Garagums ist übrigens sehr stark an den persischen Zorastrismus angelehnt: Hier glauben die Menschen, dass weder Feuer noch Erde durch die Verbrennung/Bestattung von Toten verunreinigt werden dürfen. Daher lässt man die Verstorbenen auf Felstürmen zurück, wo sie von Vögeln gefressen und so in den Himmel getragen werden.

Ungewöhnlich ist, dass sich ganz in der Nähe Garagums eine Region namens Kush befindrt. Dieser Name beschreibt traditionell Nubien, eine Region im heutigen Sudan, südlich von Ägypten. Gewissermaßen würde das passen, da Kush und Akšu ähnlich nah beieinanderliegen wie das reale Kusch und Äthiopien. Es gibt allerdings auch eine Region in Syrien, die man früher Kush nannte.

Es ist jedoch nicht verwunderlich, dass sich das Deva Kush-Gebirge nahe Garagum befindet und der Sitz der Devanthar sein soll, denn der Name Deva (oder Daeva) bezeichnet in der persischen Mythologie "degradierte" Götter, die im Zuge der Einführung des monotheistischen Zorastrismus zu Dämonen degradiert wurde. Passt doch gut zu den Devanthar, oder?

Insgesamt finde ich die Namensgebung allerdings etwas zu einfach gehalten. Klar, bei Aram muss man grübeln, und das ist auch gut so, aber bei anderen Namen - Truria (von Etruria, dem Herzland der Etrusker) oder Garagum (s. o.) hätte sich Hennen durchaus etwas mehr Mühe geben können...
Zuletzt geändert von Mithras am Fr 13. Dez 2013, 21:52, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Die Länder in Drachenelfen und ihr Werdegang

Beitrag von Tina » Di 10. Dez 2013, 19:07

Danke für deine Ausführung, immer wieder sehr interessant.

Allerdings glaube ich das du einer von ganz ganz wenigen Lesern bist der enttäuscht ist, über die Einfachheit der Zuordnung von Regionen und Ländern in Drachenelfen

Ich finde alles in allem Hennens Gebiete, Länder und Namen immer sehr stimmig zueinander und das ist für mich, der einfach ein begeisterter Leser von Fantasygeschichten ist, das aller wichtigste.

Natürlich freue ich mich darüber, wenn sich jemand die Mühe macht (im Falle von Hennens Bücher) Die Fantasy Welt mit der realen Welt zu vergleichen. Mit selbst fehlt dafür die Bildung und das Interesse.
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Re: Die Länder in Drachenelfen und ihr Werdegang

Beitrag von Vanidar » Mi 11. Dez 2013, 12:43

ok Mithras, danke für die Info ...... und Deine Ausführungen,
@all
interessant ist auch .....das heute noch in Tibet die sogenannte Himmelsbestattung vollzogen wird...dort wir der Leichnam ebenso wie in Garagum erst von einem "Ragyapa" zerteilt und dann an die Geier verfüttert.
Oder auch in Indien bei den Parsen die haben da sogenannte "Türme des Schweigens" in denen sie ihre Toten an die Vögel verfüttern.

@ Tina
klar, in erster Linie tragen mich Hennens Geschichten hinaus eine fantastische Welt.. :D Dieses Genre gefällt mir einfach ....
aber andererseits finde es auch interessant Hennens Geschichten in der Realität zu suchen und zu finden.
Klar sind es Fantasie-Geschichten/Welten aber sie tragen schon ein gewisses Fesselungs-und Begeisterungspotentzial in sich wie wir wissen.
So das ich zugeben muss auch schon nach Namen/Bezeichnungen aus den Büchern gegockelt zu haben.

Irgendwie schafft Hennen es auf wunderbare Weise Dinge die es wirklich gab in seine Geschichten einzuflechten...das ist mir besonders bei der Elfenritter Trilogie aufgefallen...

Grüssle

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Re: Die Länder in Drachenelfen und ihr Werdegang

Beitrag von nachtatem » Mi 11. Dez 2013, 14:27

...und jetzt müssen wir nur noch die Albenpfade und Albenmark finden ^^
lg

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Re: Die Länder in Drachenelfen und ihr Werdegang

Beitrag von Mithras » Mi 11. Dez 2013, 14:50

Tina hat geschrieben:Allerdings glaube ich das du einer von ganz ganz wenigen Lesern bist der enttäuscht ist, über die Einfachheit der Zuordnung von Regionen und Ländern in Drachenelfen.
Ich bin nicht generell enttäuscht, das siehst du falsch. Aber wenn die Zuordnung wirklich so einfach ist wie bei (E)Truria oder Išta(r) (geflügelte Göttin der Babylonier) oder die Namen gar nicht verändert wurden (Aram, Kush, ...), kommt mir das zu einfallslos vor. Auf Parallelen wie zwischen Nari und Nairi kommt man in der Tat nicht sofort, weil das Namen sind, die man höchstens als geschichtliche Randnotiz wahrnimmt, doch bei Namen wie Aram, Truria oder Išta ist die Wahrscheinlichkeit doch recht hoch, dass man sie schon einmal gehört hat - da langen schon der Latein- oder der Religionsunterricht, sofern man beides besucht hat. Ich bin jedenfalls nicht der einzige, dem das auffällt und der das als etwas zu einfallslos wahrnimmt.
Vanidar hat geschrieben:Oder auch in Indien bei den Parsen die haben da sogenannte "Türme des Schweigens" in denen sie ihre Toten an die Vögel verfüttern.
Die Parsen sind Zoroastrier, die im Zuge der Islamisierung aus dem Sassanidenreich (3. persisches Großreich, daher auch der Name dieser Religionsgemeinschaft) nach Indien geflohen sind, insofern ist's dasselbe! ^^

Noch ein paar Namen, die die Einordnung Arams erleichtern könnten.
- Belbek: Offenbar eine Anspielung auf Baalbek, eine Stadt im heutigen Libanon, wo sich in der Spätantike ein riesiger Tempel befand, der heute zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt.
- Ashira: Wahrscheinlich eine Anspielung auf Ashera, eine vorderasiatische Göttin, die auch von den Aramäern verehrt wurde.
- Narek: Armenischer Ortsname
- Artax: Entweder eine Anspielung auf den persischen Namen Artaxerxes (Arsakes), den einige Großkönige trugen, oder - wahrscheinlicher - auf armenische Könige der Artaxiden-Dynastie (Name: Artaxias), was geographisch auch passen würde, da Artax, Narek und Ashot ja aus derselben Gegend stammen und jeweils armenisch klingende Namen tragen.
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