Eiwolf-Saga - Brudermord von Holger Weinbach

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Lerchie
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Eiwolf-Saga - Brudermord von Holger Weinbach

Beitrag von Lerchie » Fr 7. Mai 2010, 08:44

Es handelt sich um einen historischen Roman, den Debütroman von Holger Weinbach.
949 nach Christus. In einem kleinen Ostfränkischen Dorf wird ein Mädchen geboren, das Svea heißen soll. Dem Vater gefällt es nicht, denn er will nur Jungen, und Mädchen sind für ihn nichts wert. Kurz darauf stirbt die Mutter.
956 nach Christus. Die Burg des Grafen Farold und seiner Gemahlin Sigrun wird vom Bruder des Grafen, Rurik, überfallen. Er schiebt zwar die Nordmänner vor, doch Brandolf, ein Vasall des Grafen, ist von Ruriks Schuld überzeugt, hat aber keine Beweise. Sigrun kann gerade noch ihrem kleinen Sohn Rogar auf einem Pferd zur Flucht verhelfen, bevor sie ermordet wird. Brandolf findet den Grafen , der ihm noch sagen kann, dass Verrat im Spiel ist, in den letzten Zügen. Doch auch ein Mönch war an diesem Überfall beteiligt.
Im Wald findet der Kellermeister eines Klosters, Ivo, einen Jungen bewusstlos neben seinem Pferd. Er nimmt beides mit in die Abtei, und ruft den Abt, Degenar, zu sich. Dieser erkennt sofort, dass der Junge der Sohn des ermordeten Grafen sein muss, denn er trägt an einer Kette um den Hals dessen Siegelring. Doch der Junge weiß nicht, weder wo er herkommt, noch wie er heißt. Doch Degenar weiß auch, dass der Junge außerhalb der Klostermauern nicht sicher ist. Und so nimmt er ihn als Novize Faolán in die Abtei auf. Aber auch der Ruriks Sohn, Drogo, wurde Novize im Kloster, und er hasst Faolán, auch wenn dieser weder von ihm, noch von seinem Vater erkannt worden war. Und dann gibt es da noch den Mönch Walram, der zwar einen Verdacht, aber keine Beweise hat. Drogo traktiert Faolán, wo er nur kann. Nach einigen Jahren nimmt Ivo ihn unter seine Fittiche, und Faolán darf an den Markttagen mit ihm nach Neustatt fahren. Dabei lernt er beim Wasser holen an einer Quelle Svea kennen, und verliebt sich ihn sie. An jedem Markttag schickt Ivo ihn an die Quelle, und so kommen die beiden sich immer näher. Das geht soweit, dass sie eines Tages zusammen nackt in dem Teich baden. Und sie werden prompt ausgerechnet von Walram erwischt, der strengste Strafe fordert, da er auch an Faolán bemerkt hat, dass es nicht nur beim Baden geblieben ist. Doch Degenar bestraft Faolán relativ milde, bis dieser, natürlich wieder von Walram und zwei Mönchen, erwischt wird. Walram hat festgestellt, dass der Junge die Sünde des Onan begangen hat, und so schleift er ihn zu Degenar, und Konrad, der Faolán helfen wollte teilt sein Schicksal. Nun muss Degenar eine härtere Strafe verhängen, kann es aber gerade noch so hinbiegen, dass die beiden Jungen "nur" in eine andere Abtei verbannt werden.
Wird Faolán Svea je wiedersehen?
Holger Weinbach hat hier einen sehr spannenden und Debütroman geschrieben. Er hat mich gefesselt von Anfang bis Ende, und ich bin sehr gespannt auf die Fortsetzung, die im Sommer 2010 erscheinen soll. Das Buch lässt isch sehr gut und flüssig lesen, und man versteht auch gleich was gemeint ist. Ich finde es schlimm, wenn ich immer wieder überlegen muss, was der Autor da jetzt meint. Das war hier eindeutig nicht der Fall. Ein sehr empfehlenswertes Buch.

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