Jahresarbeit über Fantasy

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kuba57
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Re: Jahresarbeit über Fantasy

Beitrag von kuba57 » Fr 12. Apr 2013, 17:46

In diesem Forum bin ich Neuling, aber schon lange Fantasy-Leser. Hier (noch vor 18.4.) meine Antworten:

Warum lese ich Fantasy?
Mich faszinieren Geschichten, Sagen und allgemein phantastische Literatur. Bei Fantasy und SF sind die Beschränkungen durch die Realität für den Schriftsteller aufgehoben, dadurch kann er seine Ideen und Aussagen besser darstellen. Es ist eine Idealisierung der wahren Welt, wie sie früher auch über Märchen gemacht wurde.
Seit wann lese ich Fantasy?
Fantasy lese ich seit 1972, als ich "Herr der Ringe" durchgelesen habe. Allerdings war ich lange Zeit eher Richtung SF orientiert, und das lese ich auch heute noch gerne, nur ist seit 10 Jahren das Angebot bei Fantasy gewltig gewachsen, während es bei SF nach meiner Meinung abnimmt.
(btw: Der Hauptunterschied zwischen SF und Fantasy ist für mich, dass bei SF mögliche oder denkbare technische, gesellschaftliche oder geistige Entwicklungen das Thema sind, also fast immer in die Zukunft gerichtet, während Fantasy eher in Parallelwelten spielt, meist mittelalterlich. Wobei man beide Bereiche nicht immer sauber trennen kann, siehe "Otherland" von Tad Williams)
Mache ich noch etwas anderes im Fantasybereich? (LARP, Pen-&-Paper...)
Nein, ich lese nur. SF habe ich auch schon geschrieben, aber nur als Amateur (nie veröffentlicht).
Mein Lieblingsbuch ist?
Innerhalb der Fantasy gehört natürlich der Elfenzyklus von Hennen für mich zur Spitze, aber auch die Zwerge von Heitz, die Trolle von Hardebusch, Otherland von Williams, die Sage um den Hexer Geralt von Sapkowski und vieles mehr. So gesehen kann ich gar kein Lieblingsbuch nennen. Ein besonderes Faible habe ich noch für Terry Pratchett, sein schräger Humor und der Bezug auf unsere Welt ("Voll im Bilde", "Rollende Steine" usw.) gefällt mir einfach.
In der SF sind meine Lieblingsautoren Isaac Asimov, Philip Jose Farmer, Frank Herbert (Dune, super!), Stanislaw Lem, Alan Dean Foster, John Brunner,...
Es ist schwierig, hier ein Lieblingsbuch zu nennen, weil mir jedes auf seine Weise gefällt.
("Per Anhalter durch die Galaxis" ist auch ein Kandidat. Wenn gleich am Anfang die Erde gesprengt wird....)

Nachtrag: Ich bin 55 Jahre alt, Programmierer und Vater von 2 Söhnen.

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Abiane
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Re: Jahresarbeit über Fantasy

Beitrag von Abiane » Di 16. Apr 2013, 09:33

Hi Seara!
Bitte entschuldige die Verspätung, mit der ich mein Versprechen einlöse :oops: . Ich hoffe, du kannst noch was damit anfangen...

Seit wann lese ich Fantasy, wie kam ich dazu und warum lese ich sie?(diese drei Fragen sind für mich untrennbar miteinander verbunden, deshalb werde ich sie auch gemeinsam beantworten^^)

Wie kam ich zu Fantasy? Das ist eine lange Geschichte. Sie beginnt, als ich vier oder fünf Jahre alt war und wie gebannt vor dem Plattenspieler meiner Oma gesessen habe. So ein Uralt-Sperrholz- Radio -mit-eingebautem- Plattenspieler -1,20x60cm-Riesending. Sie hatte da so eine alte Hörspiel-Produktion von Europa, nach dem Roman „Ivanhoe“ von Sir Walter Scott. Schon damals hatte ich Gänsehaut, wenn die Ritter im Turnier aufeinanderprallten, Schwertgeklirr (vermutlich mit Küchenmessern nachgestellt^^) und markige Sprüche inklusive. Diese Geschichte hatte alles, was mir gefiel: Einen edlen und treuen Helden, der, unerkannt und bei seiner Familie in Ungnade gefallen, trotzdem das Königreich und so nebenbei auch noch seine Liebste rettet, einen Haufen guter, edler Gesetzloser und einen fiesen Prinzen mit einem ebenso fiesen Handlanger – und ein Happy End. So fing es an.
Als ich dann selber lesen konnte, verschlang ich jede Form von Sagen, Märchen und Rittergeschichten und trotzte den verzweifelten Versuchen von mancher wohlmeinender Tante, mich für „Mädchenromane“ zu begeistern. Ich blieb bei meinen fantastischen Geschichten, entdeckte Filme und Bücher wie „Die Unendliche Geschichte“ (deren in echte kupferfarbene Seide gebundenes und mit dem Auryn geprägtes Exemplar ich heute noch hüte wie meinen Augapfel) und „Das Letzte Einhorn“ für mich und träumte davon, einmal selber so mit Umhang und Kleid und Schwert und Pferd und so durch die Lande zu ziehen.
Mit dreizehn oder vierzehn folgte schließlich DAS Fantasy-Epos schlechthin: der Herr der Ringe. Zuerst nur geborgt, kaufte ich die Bücher meiner Freundin ab und habe sie seitdem mindestens zweimal komplett und meine Lieblingsszenen hunderte Male gelesen. Von dort zu den „Nebeln von Avalon“ war es nur noch ein kleiner Schritt – die Artussage hatte mich schon mein halbes kurzes Leben lang fasziniert. Marion Zimmer Bradely und ihre „Schülerin“ Diana L. Paxon zählen noch heute zu meinen LieblingsautorInnen. Mikhail und Marguerida, Andrej und Abu Dun, Valorians Kinder, die Runenmagier, Sonea und Akkarin, Ollowain, Emerelle und Mandred und viele, viele andere begleiten mich seitdem bei meinen Streifzügen durch die Welten von M.Z.B, Wolfgang Hohlbein, Bernhard Hennen, Tad Willams, Mary H. Herbert und vieler anderer mehr oder weniger bekannter Autoren. Eines ist ihnen allen gemeinsam: sie erschaffen wundervolle, phantastische Welten, in denen vieles real und möglich ist, wovon ich mein Leben lang nur träumen kann. Und ich glaube, das ist es auch, was die Fantasy für mich so anziehend macht.
George R.R. Martin hat da auf seiner Homepage folgendes stehen (ich glaube, Eisfeder hat da den Link schon reingestellt^^):

„Fantasy is silver and scarlet, indigo and azure, obsidian veined with gold and lapis lazuli. Reality is plywood and plastic, done up in mud brown and olive drab. Fantasy tastes of habaneros and honey, cinnamon and cloves, rare red meat and wines as sweet as summer. Reality is beans and tofu, and ashes at the end. Reality is the strip malls of Burbank, the smokestacks of Cleveland, a parking garage in Newark. Fantasy is the towers of Minas Tirith, the ancient stones of Gormenghast, the halls of Camelot. Fantasy flies on the wings of Icarus, reality on Southwest Airlines. Why do our dreams become so much smaller when they finally come true?“

Ich glaube, das trifft es am besten….

Mache ich noch etwas anderes im Fantasybereich?

Anscheinend müssen manche Menschen erst dreißig werden, um sich übers Lesen hinaus in die Welt der Fantasy zu wagen *lach*. Ich gehöre dazu. Erst seit gut zwei Jahren bin ich hier im Foru aktiv, schreibe ich selber Fantasy, allein oder auch gemeinsam mit anderen hier im Forum eine „Interaktive Geschichte“, fahre zumindest einmal im Jahr gewandet zur Ringcon nach Bonn und möchte heuer mit dem Bogenschießen anfangen. Wohin das noch führen wird weiß ich noch nicht, aber es macht jedenfalls jetzt schon enormen Spaß!

Mein Lieblingsbuch ist…

...unmöglich zu sagen, ich liebe sie alle^^. Aber ich kann dir sagen, welches das letzte wäre, das ich weggeben würde, wenn ich es müsste: Die Unendliche Geschichte – mein erstes richtiges Fantasybuch.
Und das vorletzte wäre meine Hennen-Sammlung^^.

Alles Liebe und viel Erfolg bei deiner Arbeit,
LG Abiane


P.S. Früher dachte ich, ich wäre eine Art Freak, weil ich mich gerne in andere Welten entführen lasse und hab meine Liebe zur Fantasy eher für mich behalten. Seitdem ich mich aber „geoutet“ habe, stelle ich fest, dass es erstaunlich viele Menschen gibt, die die Fantasy als geheime Leidenschaft pflegen, auch in meiner unmittelbaren Umgebung. Und alle sind irgendwie genauso froh und erleichtert darüber, damit nicht allein zu sein und belächelt zu werden, wie ich es war. Fragen wie „Das ist doch die Schrift aus dem Herrn Der Ringe?“ oder ein überraschtes „Ist das der eine Ring? Ich hab auch so einen zu Hause!“ höre ich zu meiner Freude öfter, als ich gedacht hätte… Fantasy Rules!

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Seara
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Re: Jahresarbeit über Fantasy

Beitrag von Seara » Sa 4. Mai 2013, 12:00

Hey!
Meine Jahresarbeit ist jetzt fix und fertig und gestern hatte ich die Presentation. Das Problem ist jetzt, dass die Arbeit sogar komprimiert zu groß ist um sie hier ins Forum zu laden... Ob ich sie per PN verschicken kann hab ich noch nicht ausprobiert. Wer mir seine Mailadresse geben will bekommt sie auf jeden Fall gerne zugeschickt. Danke auf jeden Fall für eure Mithilfe!
Wer stets nur sagt,
was man so sagt,
der hat meist
nichts zu sagen.

Mondblüte

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