Tjured der Gütige ??

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shizQ
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Re: Tjured der Gütige ??

Beitrag von shizQ » Di 22. Nov 2011, 12:22

Der Ebermann/Jules hat sich aber nie selbst als Tjured verehren lassen, sondern immer nur die Rolle eines mächtigen/hochrangigen Priesters gespielt.
Auch in der Vergangenheit hat er sich nicht so aktiv wie die anderen Devanthar für einen Gott ausgegeben, sondern hatte schon immer eigene Pläne/Ideen.

Ich denke er hat den Glauben an Tjured nicht erschaffen, sondern ihn einfach später seinen Wünschen entsprechend geformt, weil ihm das gerade gut in seinen Plan gepasst hat Albenmark zu zerstören.

Ich will mich nicht wirklich festlegen ob Tjured nun real ist oder nicht.
Vielleicht ist er einfach nur ein weiteres mächtiges Wesen, dass vom Devanthar manipuliert und für dessen Pläne benutzt wurde, was ich mir aber nicht vorstellen kann, weil er nie wirklich in Erscheinung tritt und nicht aktiv in das Geschehen eingreift. Also scheint es wahrscheinlicher zu sein, dass er eine erfundene Gottheit ist oder sich eben ganz einfach nicht einmischen will.

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Re: Tjured der Gütige ??

Beitrag von Tina » Di 22. Nov 2011, 17:11

Naja, der Eber Devanthar hat sich auch in Drachenelfen nicht von den Menschen verehren lassen, zumindest nicht so wie seine Brüder.

Irgendwie bin ich wirklich immer davon ausgegangen, der letzte Devanthar hat den Tjuredglauben erschaffen, geformt und für seine Zwecke genutzt. Es kam mir nie in den Sinn das Tjured ein "wirklicher" Gott sein könnte.

Nachdem die MEnschen die Devanthar anscheindend völlig vergessen haben, währe es ihnen bestimmt auch schwer gefallen an einen Gott zu galuben, der unter ihnen wandelt.
In den gesammten 1000 Jahren in denen sich die Elfensaga abspielt hat man nie davon gehört, dass sie Menschen sich an die Zeit erinnern als die Götter unter ihnen wandelten.
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Re: Tjured der Gütige ??

Beitrag von Mithras » Mi 23. Nov 2011, 22:44

Ihr vergesst, dass der letzte Devanthar eine Spielernatur ist und seine ersten Aktionen nicht unbedingt von Konsequenz zeugen. Einer Spielernatur plant nicht - sie experimentiert. Und unser Devanthar hat ganz offensichtlich erst sondiert und sich dann auf eine Strategie festgelegt. Und zwar in EL, als er sich überlegt, einen religiösen Ritterorden ins Leben zu rufen (auf den letzten Seiten des Buches, wenn jemand nachlesen will). Und da war Guillaume schon seit Jahrzehnten tot.

Die logische Schlussfolgerung: Der Devanthar hat sich nur eine Entwicklung in der Menschenwelt zunutze gemacht, indem er sie gezielt nach seinem Willen gelenkt hat. Einen "Masterplan" verfolgte er offenbar nicht, also hat er wohl nur die vielversprechendste Gelegenheit ergriffen, die sich ihm geboten hat. Und das war in seinem Falle der Tjuredglaube, der ja bereits existierte. Was wäre passiert, wenn Noroelle ihr Kind nicht in Fargon versteckt hätte? Diesen Unsicherheitsfaktor konnte der Devanthar schlecht einkalkulieren, und im Grunde ist es auch egal, denn jede Religion hätte seinen Zwecken dienen können, wenn er sie nur lange genug bearbeitet hätte.

Und um zur Ausgangsfrage zurückzukommen: Meiner Meinung nach ist es der Devanthar, der Tiranu in die Menschenwelt befördert. Der Beweis, dass er nicht wirklich tot ist, findet sich spätestens, als er Honoré erscheint, als dieser das Netz der Albenpfade zerstört. Wem sonst hätten die himmelblauen Augen gehören sollen? Außerdem warnt Skanga Tiranu ja, dass es das Ende Albenmarks bedeuten könne, wenn er sich von der Stimme täuschen lasse.

Alternativ könnte man noch Nangogs rachsüchtigen Geist ins Gespräch bringen oder ihre verdorbenen Kinder (ich denke auch, dass die Yingiz und die Grünen Geister identisch sind), die ja auch Interesse an der Vernichtung Albenmarks haben könnten. Im aktuellen Band findet sich schließlich auch ein Hinweis auf eine Beziehung zwischen "unserem" Devanthar und Nangog: Möglicherweise ist er es, der die andere Hälfte ihres Herzens im verbotenen Tal hütet. In diesem Zusammenhang ging es auch um Unsterblichkeit...
Aber dieses Eisen ist mir momentan noch zu heiß, da warte ich lieber auf weitere Hinweise, die dafür oder dagegen sprechen.
Zuletzt geändert von Mithras am So 4. Dez 2011, 09:25, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Tjured der Gütige ??

Beitrag von nachtatem » Do 24. Nov 2011, 14:10

Wohin gehen eigentlich die Deventar,wenn sie tot sind?
auch ins Silberlicht?
Oder funktionieren sie als Götter weiter,weil sie vielleicht keine Ruhe finden?
Was ist das Mondlicht?eine Neue Welt,in der die Seelen leben?
vielleicht war sie aufgeteilt?
Die Alben fanden Frieden,weil sie eh ihre Ruhe haben wollten,und die Deventar langweilten sich und suchten Kontakt zu der alten Welt?
Luth war ein Spinnengott,die Deventar mochten es,als Tiergestalten auszutreten...
Sie mochten es auch,als Götter verehrt zu werden....
vielleicht war Turjet ja doch ein dahingeschiedener Deventhar....vor vielen Jahunderten,als der Glaube entstand.
Eine gute Position um sich verehren zu lassen,und einen gewissen Einfluss zu nehmen....Und der langeweile zu entfliehen...
Woher wußte Gott Luth,das Eisen schlecht gegen einige Geschöpfe Albenmarks waren?
lg

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Re: Tjured der Gütige ??

Beitrag von Orgrim_117 » Sa 3. Dez 2011, 15:39

Ich glaube nicht, dass der Devanthar Tjured "erfunden" hat. Schließlich erfahren wir ja in "Die Elfen" dass der Tjured-Glaube früher eine Religion der Sanftmut und des Friedens war.

Das änderte sich, als der Devanthar als Jules auftrat und bei den anderen Priestern des Tjured immer mehr an Einfluss gewann.

So war es ihm auch möglich, die Ereignisse und den Weg des Tjured-Glaubens zu beeinflussen.

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Re: Tjured der Gütige ??

Beitrag von Seara » So 4. Dez 2011, 17:53

War es nicht irgend so ein ehemaliger Söldnerhauptmann der Jules (bzw. den Devanthar) dazu inspiriert hat einen Kriegerorden zu gründen?
Wer stets nur sagt,
was man so sagt,
der hat meist
nichts zu sagen.

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Re: Tjured der Gütige ??

Beitrag von Abiane » Di 6. Dez 2011, 13:35

Ja, ich Seara hat da mMn Recht.
Und sein Name war Michel Sarti. Nicht sein Sohn, sondern der, den er als den Vater seines Sohnes ausgegeben hat (kompliziert formuliert, ich weiß, aber es ging nicht besser ;-). Er hat dafür gesorgt, dass dieser echte Michel Sarti als Held in Erinnerung blieb und nicht als der gewissenlose Hurenbock, der er wirklich gewesen ist ;-)

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Re: Tjured der Gütige ??

Beitrag von Orgrim_117 » Di 6. Dez 2011, 14:04

Aber es gab doch zwei "Michel Sarti" oder nicht?
Der Junge, der eigentlich "Adrian" hieß, wurde doch von Jules ausgebildet und bekam von ihm diesen Namen. Er wurde durch seine Heldentaten doch später auch berühmt. Z.b. Die Ermordung von König Cabezan...auch wenn er es eigentlich gar nicht war.

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Re: Tjured der Gütige ??

Beitrag von Sepia » Di 6. Dez 2011, 14:30

ja genau. Der Devanthar hat Adrien eingeredet, er sei der Sohn dieses berühmten Michel Sarti (obwohl er den auch nur berühmt gemacht hat, wie Abiane schon gesagt hat, weil er eben diesen Ritterorden gründen wollte.. er mochte ihn nicht einmal^^) und könne deswegen auch diesen Namen tragen.. Das war dann sozusagen der "zweite" Michel Sarti.
Darf ich dich besteigen?
Nein!
Aber...
Du darfst mich reiten! Besteigen! Ha!



Aber an dem Ort, an den ich dich führen kann, gibt es keine Zukunft. Nur Geister und Träume und verlorene Schatten.
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Re: Tjured der Gütige ??

Beitrag von nachtatem » Di 6. Dez 2011, 14:49

Ja aber woher kommen denn nun die Menschengötter.
In Drachenelfen sind doch die Menschen Geschöpfe der Deventare,da gibt es auch Tujred noch nicht.sondern die grünen Geister auf Nangog.
Vielleicht agieren die toten Deventare doch als Götter aus der Ferne,um nicht ganz den Einfluß zu verlieren?
lg

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