Elfenkönigin: Adriens Ende?!

Der dritte Trollkrieg zwischen Elfen und den Trollen erzählt in 'Elfenwinter', 'Elfenlicht' und 'Elfenkönigin'
Kleine Mausling
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Elfenkönigin: Adriens Ende?!

Beitrag von Kleine Mausling » Mo 4. Jan 2010, 15:56

Hallo zusammen :D
Ich lese schon seit "Die Elfen" fleißig die Geschichten der Albenkinder und hab meinen Spaß daran. Wünschte ich hätte früher von diesem Forum gehört, denn in meinem Umfeld liest sie keiner und ich werde meinen Rededrang über die Handlung kaum los :oops:

!Spoilerwarnung! Im folgenden geht es um das Ende des Romans "Elfenkönigin"

Als Elodia Adrien das Gift gegeben hat, ist mir fast das Herz stehen geblieben... (manchmal denke ich Herr Hennen hat einen leichten Hang zur Tragik... lol)

Ich hatte Hoffnung als Jules gespürt hatte, dass er Adrien suchen musste und als er ihn fand war ich eigendlich noch zuversichtlich er könne ihm helfen...
Die nächsten Kapitel lassen etwas Platz zur Spekulation.
Ich befürchte, dass Jules ihn nicht hat heilen können, dass er mit der nachgemachten Stimme Elodias ihm den letzen Frieden schenken wollte...
Allerdings ist Jules doch ein Wesen großer Macht - konnte er ihn wirklich nicht mehr heilen?
Im nächsten Kapitel taucht Adrien zwar wieder lebendig und geheilt auf, aber seine auffallenden Blauen Augen und dem "hinreißenden Lächeln" lassen für mich Kaum zweifel daran, dass es Jules ist, der die Form geändert hat.

Adrien ist also tot...
Aber warum nimmt Jules sein Aussehen an? Immerhin sagt er kurz vor diesem Ereignis, als er noch auf den Mehlsäcken liegt und froh ist kein Pferd mehr zu sein, dass Adrien alles geleistet hatte, was er von ihm je erwartet hat. Aber selbst mit der aufkeimenden Vaterliebe vermag ich nicht zu erklären warum er als sein Sohn an Elodias Seite weiterleben will... er ist auch noch so einfühlsam sich für sein Lückenhaftes Gedächtnis zu entschuldigen...

Ob er das Adrien wegen tut? Weil Adrien Elodia geliebt hat? Weil er den Neuanfang nutzen will und der Form von Jules dem nun nicht unberühmten Wanderpriester zu entfliehen?
Wenn es ihm am Ende nur um den eigenen Vorteil gegangen ist, warum dann so einfühlsam mit Elodia? Warum hat er die Fenster verhangen? Warum hat er sie keinen Blick auf den Liegenden Mann auf dem Lager im halbdunkel werfen lassen? (der wahrscheinlich Adrien war)
Elodia hat weder Rang noch namen, sie auf seiner Seite zu haben bietet ihm keinen Vorteil...
Was ich mir noch vorstellen kann ist, dass Elodia schwanger ist und er sie deswegen bei sich behält - aber das ist wilde spekulation und das Buch gibt keinen Hinweis darauf.

Vielleicht ist es am Ende wirklich aus Vaterliebe zu Adrien?

Was denkt ihr über Adriens Ende?
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Re: Elfenkönigin: Adriens Ende?!

Beitrag von Norgrimm » Mo 4. Jan 2010, 16:32

Also ich sehe da gar nichts von Vaterliebe. Für mich ist das taktisches Kalkül.

Adrien war ja ein bekannter Ritter, der grossen Einfluss hatte (der Name ist mir entfallen). Wenn dieser einfach gestorben wäre, wäre die Chance wohl gross gewesen, dass das Projekt des Devanthars (Aufbau des Ordens) gescheitert wäre.
Aber wenn er die Gestalt Adriens annimmt, kann er weiterhin wirken und hat eine optimale Grundlage/Person, mit der er die Menschen lenken kann.
Dass er sie ihn nicht sehen lassen will ist relativ einfach zu erklären: Er wirkt ja angeblich fast Wunder indem er Adrien "heilt", in Wahrheit tut er nichts oder wahrscheinlicher das Gegenteil (beendet Adriens Leben). Das darf sie natürlich unter keinen Umständen sehen. Und er kommt ja als Adrien raus, wäre recht dumm wenn sie dann in der Hütte einen Toten Adrien sähe.
Warum er sich für sein lückenhaftes Gedächtnis entschuldigt ist auch einfach zu erklären: Er weiss ja wenig über Adrien und Elodias Verhältnis. Klar weiss er vieles, aber doch nicht alles. Um darum potentielle Zweifel ihererseits schon vorzubeugen schiebt er eine "gedankliche Benommenheit" aufgrund seines "Fast-Todes" vor. So wird sie ihm wahrscheinlich auch alles erzählen und er erfährt es damit gleich.
Und ich könnte mir vorstellen, dass er sie auch zu einem Werkzeug für seine Sache macht, oder falls das nicht möglich wäre, sie irgendwie abschiebt/verschwinden o.ä. lässt.

Gruss Norgrimm

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Re: Elfenkönigin: Adriens Ende?!

Beitrag von Kleine Mausling » Mo 4. Jan 2010, 17:13

Das ist es mit unter, was mich verwirrt.

Sicher hast du vollkommen recht, es kann immernoch taktisches kalkül sein.

Aber er hat Elodia nie leiden können, warum tötet er sie nicht sofort? Sie würde doch keiner vermissen. Er hätte sie ins Haus locken können und keiner hätte es gesehen. Wenn er Vorteile davon hätte normale Menschen für seine Pläne mit einzubeziehen (zumindest am Anfang - der spätere Plan baut ja sehr auf das gemeine Menschenvolk auf) warum zeugt er dann dazu so viele Söhne?

Nachdem Jules noch selbst gesagt hatte, dass Adrien seine Aufgabe erfüllt hat und den Stein unaufhaltsam ins Rollen gebracht hat, denke ich nicht, dass noch die Notwenigkeit besteht, die Rolle des weißen Ritters aufrecht zu halten - mit der richtigen Geschichte hätte er Michel Sarti auch zum märtyrer machen können - er hätte eine weitere Elfenlüge in die Welt setzen können. Wäre das nicht effektiver als seine Form anzunehmen wenn ohnehin schon alles läuft wie es soll?

Ich will Jules nichts andichten, aber schon allein in der art und Weise wie er von Adrien gedacht hat, überzeugt mich schon fast, dass er dem Jungen gegenüber nicht völlig gefühllos gewesen sein kann. Auch als er mit schmerzerfülltem Blick über den Ruinen im steinernen Wald saß und bitter von der Vergangenheit sprach, dachte ich so bei mir, er könne auf keinen Fall dieses Gefühllose Monster sein, von dem die Elfenlegenden Sprechen.... obwohl er Zweifellos ein Monster ist.

Vielleicht ist Vaterliebe wirklich etwas zu weit aus dem Fenster gelehnt, aber im ein oder anderen Abschitt meinte ich etwas derartiges hinter seinen Worten gespürt zu haben.
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Re: Elfenkönigin: Adriens Ende?!

Beitrag von Tina » Mo 4. Jan 2010, 17:39

Jules mochte Elodia nur nicht, weil sie Adrian von seiner Mission ablenkte. Dadurch sah er seine Pläne in Gefahr.

Aber er selbst fand sie ja schon hübsch und wie wir wissen ist er ja auch von diversen Bettgeschichten nicht abgeneigt. Also warum hätte er das nicht mitnehmen sollen?
So konnte er dann gleich noch ein Kind zeugen.
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Re: Elfenkönigin: Adriens Ende?!

Beitrag von Azrael » Di 5. Jan 2010, 11:35

Ich denke, der Devanthar wollte den Jungen nicht einfach sterben lassen, da er wie es oft zu lesen ist, sehr angetan von ihm war, um nicht zu sagen dass er Vatergefühle für ihn hatte.
Mir ist der Devanthar in diesem Band jedenfalls um einiges sympathischer geworden, und ich würde mich über ein Buch über die Zeit in der es noch mehrere als den einen gab freuen.
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Re: Elfenkönigin: Adriens Ende?!

Beitrag von MasterBen » Mi 6. Jan 2010, 01:50

Hi ich bin neu hier und bin grade fertig mit Elfenkönigen und mir ist der Devanthar um einiges sympathischer geworden, ihr dürft nicht vergessen die Alben haben nicht nur sein Volk sondern seine ganze Welt vernichtet, stellt euch einmal Emerelle vor wie sie reagieren würde wenn sie nicht daran zerbrechen würde.
Aber zum Thema Adrien ist für den Devanthar sicher nicht nur mittel zum zweck gewesen er hat viele kinder gezeugt die er auch alle noch braucht den nicht alle sind so stark wie es Adrien war, sie die zwei Gräber im steinernen Wald, ich glaube er erfüllt seinem Sohn einen letzten wunsch in dem er Elodia den rest ihres für ihn doch recht kurzen Leben noch glück schenkt, aber nicht ohne eigennutz den wie wir wissen ist sie für einen Menschen doch recht gut qualifiziert seinen zielen zu dienen bzw Kinder mit Seinen und ihren Genen sie ist wie er eine täuscherin und meuchlerin und dazu eine sehr gute.
Mit ihr könnte man gut den grundstein für die Ritter des Blutbaumes legen.
Bin über eure Meinung dazu sehr gespannt.

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Re: Elfenkönigin: Adriens Ende?!

Beitrag von Vidarr » Mi 6. Jan 2010, 02:06

Ich glaube nicht, dass Jules Adrien nicht heilen konnte, dafür ist er als Devanthar zu mächtig und da er sich vorher so bemüht hatte ihn zu retten glaube ich nicht das er ihn einfach hätte sterben lassen wenn er ihn heilen konnte. Ich denke er hätte sogar jules dafür sterben lassen da er ja als Devanthar trotzdem weiterlebt. Das Jules aus der Hütte kommt ist aber denke ich eindeutig also muss Adrien überlebt haben und er will wohl Elodia von ihm vernhalten in dem er sie weg lockt und warscheinlich tötet.

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Re: Elfenkönigin: Adriens Ende?!

Beitrag von MasterBen » Mi 6. Jan 2010, 03:21

Das glaube ich nicht die Identität Jules existier eh schon zu lange für einen Menschen, und selbst die Macht des Devanthar ist begrenzt.

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Re: Elfenkönigin: Adriens Ende?!

Beitrag von Vidarr » Mi 6. Jan 2010, 03:30

Aber was bei der heilung alles möglich ist beweist doch schon Nuramon und das sogar ohne Albenstein wobei Jules glaube ich sogar einen hat und selbst ohne eigentlich mächtiger sein müsste. Emerelle hat sich mit Hilfe eines Albensteins sogar ihre Hand komplett neu nachwachsen lassen. Ich fände es schon erstaunlich wenn ein Devanthar mit einem Albenstein nicht das Gift eines Menschen vertreiben kann.
Und ich verstehe nicht was Jules Alter damit zu tun hat.

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Re: Elfenkönigin: Adriens Ende?!

Beitrag von hospa » Mi 6. Jan 2010, 08:19

Tina hat geschrieben:Jules mochte Elodia nur nicht, weil sie Adrian von seiner Mission ablenkte. Dadurch sah er seine Pläne in Gefahr.

Aber er selbst fand sie ja schon hübsch und wie wir wissen ist er ja auch von diversen Bettgeschichten nicht abgeneigt. Also warum hätte er das nicht mitnehmen sollen?
So konnte er dann gleich noch ein Kind zeugen.
Genau so ist es.

Wobei ich mich frage, war Jules nicht selbst die Rolle des Michel Sarti spielt. Währed Adriens "Ausbildung" war er ja die ganze Zeit dabei und bei der Reis danach, auch sehr lange. In dieser Zeit hätte er auch gut selbst einen Orden aufbauen können.
Vidarr hat geschrieben:Das Jules aus der Hütte kommt ist aber denke ich eindeutig also muss Adrien überlebt haben und er will wohl Elodia von ihm vernhalten in dem er sie weg lockt und warscheinlich tötet.
Das halte ich für sehr unwarscheinlich, da Jules genau weiss, wie wichtig Elodia für Adrien ist und dieser dann wohl sein ganzes Streben darauf ausrichtet, sie wieder zu finden.
Vidarr hat geschrieben: Und ich verstehe nicht was Jules Alter damit zu tun hat.
Ganz einfach, wenn er zu alt wird, merken es doch die Menschen, dass da was nicht stimmt. Das ist so, wie bei Sem-la, bei ihr kommt auch immer eine "Nichte".
"Wir müssen ihr die Hände abnehmen!"
"Bist du verrückt? Sie prügelt dich mit den Stümpfen tot, wenn du es versuchst."

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